Not Heidis Girl & Embrace – Du bist schön.

In Deutschland entsteht eine Gegenbewegung zum Ideal-Körperbild und geht seit einigen Wochen forciert durch die Medien, denn Bauch-Beine-Po hat nichts mit Gesundheit zu tun. Mehr und mehr Menschen erkennen, wie die Leistungsgesellschaft sich auf unsere Psyche auswirkt und sagen „Nein“ zum Körperkult. Forscher beobachten aktuell, dass die Fitnesswelt der sozialen Medien den eigenen Selbsthass fördert, da sich Menschen unbewusst mit einer Fake-Ideal-Welt vergleichen. Der „Health-Lifestyle“ scheint nicht mehr viel mit Gesundheit zu tun zu haben, da ein extremer Perfektionismus und Schwarz-Weiß-Denken in den Köpfen der Fitnessbranche wächst. Die Grenze von Selbstoptimierung und Zwangsverhalten ist sehr schmal und die Risikogruppen sind auch hier sehr offensichtlich.

Selbstwert-Themen, Angst & Narzissmus

Sind wir nur wertvoll, wenn wir gut aussehen, perfekt funktionieren und unser Selbstwertgefühl von Leistungsstärke und Anerkennung abhängig ist? Die Selbstoptimierung und die Suche nach einer wertvollen Identität haben Konjunktur. Wie groß ist die Angst davor Fehler zu machen, schwach zu sein, nicht genug zu sein und zu versagen? Ist auch dies ein Auswuchs des typisch deutschen Narzissmus, der aus der Angst resultiert, als normaler Mensch in der Masse unterzugehen und sich einsam und leer zu fühlen? „Normalität“ scheint in der Fitnessbranche nicht genug zu sein. So entwickelt sich aus diesem Denken ein endlos profitabler Milliarden-Markt – denn so wirklich satt, werden wir ja trotzdem nicht.

Paradox bis psychisch krank

Wir sind stolz auf unseren „Perfektionismus“ und verurteilen demnach die „Gelassenheit“ und die „Genügsamkeit“. Dieser Gegensatz ist Vielen nicht bewusst. Wir sind stolz darauf gestresst zu sein, da wir Leistungsstärke repräsentieren, wir sind stolz darauf wenig zu schlafen, da wir eine geringe Regenerationszeit repräsentieren, wir sind stolz darauf multitaskingfähig zu sein, da wir Effizienz repräsentieren. Auch der Workaholic-Lifestyle zeigt dieselbe Entwicklung. Leistungsstärke auf Kosten der Gesundheit, denn „schlafen können wir schließlich, wenn wir alt sind“. In Deutschland entwickelt sich eine Extrem-Kultur und gleichzeitig wundern wir uns über Zwangsstörungen, Depressionen, Essstörungen, Alkoholmissbrauch, psychosomatische Beschwerden, Essattacken, Social Media Sucht und die Folgen von Selbsthass und Workaholic-Lifestyle. Man könnte meinen, dass wir ein sehr niedriges Selbstwertgefühl haben und wir uns jeden Tag beweisen müssen, dass wir doch wertvoll und liebenswert genug sind. Selbst einige Motivationstrainer schreien in die Welt, dass Menschen „größer denken“ sollen und „nie mit dem zufrieden sein sollen, was jetzt grade ist„.

„Du bist genug“ – Die beste Ausgangssituation für Normalgewicht.

Wenn „Emotionales Essen“ als Hauptursache für extremes Übergewicht verstanden wird, dann dürfen wir davon ausgehen, dass die Selbstakzeptanz und das Loslassen vom „Perfektionismus“ und vom „Schwarz-Weiß-Denken“ die beste Therapie gegen Stressessen ist. Wer nicht ständig beim Blick in den Spiegel in die Selbstverurteilung abdriftet, wird sich einfacher tun, sich selbst Gutes tun zu wollen und weniger „Emotionales Essen“ zu betreiben: „You can’t fix a body you hate“.

Aktuelle Tages-Intensivseminare „Ernährungspsychologie“ unter folgendem Link.

By | 2018-05-03T14:54:40+00:00 März 8th, 2018|Ernährungspsychologie|0 Comments

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