Healthy-Lifestyle: Wieviel ist zu viel?

Healthy-Lifestyle: Wieviel ist zu viel? Eine der meist gestellten Fragen, die ich in meiner Position zu hören bekomme, ist die Frage nach der "perfekten" Ernährung? Bei der Beantwortung dieser Frage geht es nicht um das Präsentieren einer Lösung, sondern um das Hinterfragen dieser Frage. Denn allein die Fragestellung bringt das eigentliche Problem mit sich. Denn dort wo es das "Richtige & Perfekte" gibt, muss es auch immer das "Falsche & Schlechte" geben, welches wir vermeiden, limitieren und verbieten wollen. Die Kategorisierung in "gesund" und "ungesund" ist schlicht und einfach ein Schwarz-Weiß-Denken, welches langfristig nach hinten losgehen muss. Kontrollverlust durch Verbote Allein aus diesem Denken heraus, entsteht die unbewusste Vorliebe hin zum "Unvernünftigen", da durch das limitierende Denken über "ungesunde" Lebensmittel, ausgerechnet diese künstlich aufgewertet werden. Durch Verknappung erzeugen wir Präferenz, denn was selten ist, ist wertvoll und genau das macht Verbote so unheimlich sexy. Dieser Zusammenhang funktioniert nach dem Prinzip "Angebot & Nachfrage" und bewirkt, dass im Kontrollverlust (z.B. Heißhunger) wir ausgerechnet zu den "wertvollen" Dingen greifen. Also genau die Dinge, die wir uns verboten haben. Welchen Effekt hat die Suche nach der "Perfektion"? Nur das "Richtige" zu tun, geht einher mit der "Angst" etwas "Falsch" machen zu können. Dies erzeugt das kontraproduktive "schlechte Gewissen", welches entsprechend "Selbstverurteilung" und ein erniedrigtes "Selbstwertgefühl" mit sich bringt. Genau an diesem Punkt startet der Teufelskreis von Frust und Frustessen. Denn wer sich selbst nicht mag, der will sich selbst nichts Gutes tun und wird eher zu emotionalem und impulsivem Verhalten als Kompensation tendieren. Scheinheilige Gesundheitswelt Es ist wünschenswert zu Wissen, wie man sich möglichst perfekt und richtig Verhalten kann. Denn eine Antwort auf diese Frage gibt uns ein Gefühl von Sicherheit und Struktur, solange das [...]

By | 2018-05-03T14:54:39+00:00 April 6th, 2018|Ernährungspsychologie, Fitness|0 Comments

Komisches Bauchgefühl bei FIBO 2018 / Köln

Komisches Bauchgefühl bei FIBO 2018 / Köln. Nachdem ich mich nun seit einiger Zeit mit der Psychologie hinter dem Gesundheitsverhalten auseinandergesetzt habe, frage ich mich tatsächlich wieviel die FIBO noch mit „Gesundheit“ zu tun hat. Ich erinnere mich an meinen letzten Besuch bei der FIBO, wo ich als aufstrebender Trainer und Gesundheitsexperte wie viele Andere auf dieser gigantischen Messe in Köln umhergeschlendert bin. Von allen Hallen dieser Messe, gab es maximal zwei, bei denen ich pädagogische sinnvolle Konzepte, gesundheitsbezogenen Informationen und ansprechende Aussteller bewundern durfte. Der Rest war in meinen Augen etwas verstörend. Aus heutiger Perspektive frage ich mich wie „ungesund“ die FIBO eigentlich ist. „Eiweiß-Shakes, Käfigkämpfe, Muskeln  & Popos“ „Diese Menschen sind so diszipliniert!“, höre ich einen Kollegen von mir sagen. Doch ist Disziplin gesund? Ist dieser Effizienz-Drang sinnvoll? Ein „Essgestörter“ ist schließlich auch extrem diszipliniert, manipuliert sich selbst, ignoriert seine Körpersignale und dreht sich gedanklich ständig um das Thema Essen und Schönheit. Wo ist also die Grenze des guten Geschmacks? Wenn ich Eines in meiner bisherigen Arbeit gelernt habe dann folgendes: Perfektionismus ist ziemlich gefährlich – wenn nicht sogar eines der Hauptursachen vieler psychischer Erkrankungen mit chronischer Stressbelastung und psychosomatischen Beschwerden. Ob bei Leistungssportlern, Bodybuildern, Models oder Jenen, die Ihre Ernährungsphilosophie bis auf Blut verteidigen – mit Genuss hat es häufig irgendwie nicht mehr viel zu tun. Kann man sich zu sehr mit seiner Leistungsfähigkeit, ob beruflich oder körperlich, identifizieren? Der Burn-Out bzw. fachlich korrekt „die Erschöpfungs-Depression“ resultiert häufig genau daraus, dass Menschen 200 % in einer Sache geben, sich nur noch darüber Identifizieren, ihren Selbstwert daraus beziehen und die sonst so wichtigen Dinge im Leben wie Freundschaft, Familie, Ruhe, Pause, Nichts-tuen, Faulenzen und Genießen vernachlässigen. Vor allem der Genuss bei [...]

By | 2018-05-03T14:54:39+00:00 März 25th, 2018|Allgemein, Fitness|0 Comments

Komisches Bauchgefühl bei FIBO 2017

Komisches Bauchgefühl bei FIBO 2017 Nachdem ich mich nun seit einiger Zeit mit der Psychologie hinter dem Gesundheitsverhalten auseinandergesetzt habe, frage ich mich tatsächlich wieviel die FIBO noch mit „Gesundheit“ zu tun hat. Ich erinnere mich an meinen letzten Besuch bei der FIBO, wo ich als aufstrebender Trainer und Gesundheitsexperte wie viele Andere auf dieser gigantischen Messe in Köln umhergeschlendert bin. Von allen Hallen dieser Messe, gab es maximal zwei, bei denen ich pädagogische sinnvolle Konzepte, gesundheitsbezogenen Informationen und ansprechende Aussteller bewundern durfte. Der Rest war in meinen Augen etwas verstörend. Aus heutiger Perspektive frage ich mich wie „ungesund“ die FIBO eigentlich ist. „Eiweiß-Shakes, Käfigkämpfe, Muskeln  & Titten" „Diese Menschen sind so diszipliniert!“, höre ich einen Kollegen von mir sagen. Doch ist Disziplin gesund? Ist dieser Effizienz-Drang sinnvoll? Ein „Essgestörter“ ist schließlich auch extrem diszipliniert, manipuliert sich selbst, ignoriert seine Körpersignale und dreht sich gedanklich ständig um das Thema Essen und Schönheit. Wo ist also die Grenze des guten Geschmacks? Wenn ich Eines in meiner bisherigen Arbeit gelernt habe dann folgendes: Perfektionismus ist ziemlich gefährlich - wenn nicht sogar eines der Hauptursachen vieler psychischer Erkrankungen mit chronischer Stressbelastung und psychosomatischen Beschwerden. Ob bei Leistungssportlern, Bodybuildern, Models oder Jenen, die Ihre Ernährungsphilosophie bis auf Blut verteidigen - mit Genuss hat es häufig irgendwie nicht mehr viel zu tun. Kann man sich zu sehr mit seiner Leistungsfähigkeit, ob beruflich oder körperlich, identifizieren? Der Burn-Out bzw. fachlich korrekt „die Erschöpfungs-Depression“ resultiert häufig genau daraus, dass Menschen 200 % in einer Sache geben, sich nur noch darüber Identifizieren, ihren Selbstwert daraus beziehen und die sonst so wichtigen Dinge im Leben wie Freundschaft, Familie, Ruhe, Pause, Nichts-tuen, Faulenzen und Genießen [...]

Cookie Preference

Please select an option. You can find more information about the consequences of your choice at Help.

Select an option to continue

Your selection was saved!

Help

Help

To continue, you must make a cookie selection. Below is an explanation of the different options and their meaning.

  • Accept all cookies:
    All cookies such as tracking and analytics cookies.
  • Accept first-party cookies only:
    Only cookies from this website.
  • Reject all cookies:
    No cookies except for those necessary for technical reasons are set.

You can change your cookie setting here anytime: Impressum. Impressum

Back